Der Polizeipräsident hat Post

Heute hat mir “der Polizeipräsident in Berlin” geschrieben. Jedes mal frage ich mich, warum das eigentlich “in” heißt und nicht “von” und ob wenn zum Beispiel der Polizeipräsident von Münster mal Urlaub in Berlin macht der nicht auch schreiben kann, “der Polizeipräsident in Berlin”. Aber das sind so Dinge, über die wundert man sich allenfalls mal in einem Songtext von “Element of Crime”, wenn man genug über oberirdisch fahrende U-Bahnen sinniert hat.

Das staatstrojanische Gesetz

Wir sind wieder einen Schritt weiter beim Kampf gegen den Terror. Also wenn man der Großen Koalition im Bundestag glaubt. Denn die hat die Quellen-TKÜ beschlossen, also die Erlaubnis Schadsoftware zum Beispiel auf Smartphones zu installieren, um verschlüsselte Messenger-Kommunikation mitzulesen. Natürlich nur bei wirklich bösen Leuten. Das regt mich kolossal auf - und zwar nicht nur beruflich, sondern auch ganz persönlich. Und zwar aus zwei Gründen. Zum einen finde ich das Verfahren unwürdig.

Turniermannschaft

Was ich eigentlich noch vom Wochenende schreiben wollte: Fußball ist ja schon ein komischer Sport. Man kann mit zwei Siegen und drei Niederlagen in einem Turnier von acht Mannschaften Zweiter werden. Oder: Wenn Kinder schon so spielen wie die deutsche Nationalmannschaft in den 1990er Jahren.

Wenn die Vergleiche fehlen

Heute Morgen hat Sohn2 beschlossen, Indianer zu sein. Und sich so angezogen. Und dann mit einem Papp-Tomahawk den Tisch bearbeitet. Da muss man natürlich erzieherisch tätig werden und mal zu Bedenken geben, dass es doch nicht so ok ist, mit einem Beil den Tisch zu schlagen. Worauf das Kind messerscharf antwortete, die Axt sei aus Pappe, Holz sei viel härter als Papier und daher könne nix passieren. Touché. Tja, aber als Vater will man doch ja recht behalten und denkt, jetzt erzählt man mal was darüber, dass Papier ganz schön stabil sei.

Türkisch & Kurdisch statt Englisch & Code

Eben über Facebook einen Hinweis auf einen Artikel im “Tagesspiegel” bekommen. Fängt ja verheißungsvoll an: An Berliner Schulen soll das Sprachangebot ausgebaut werden, das hat sich Rot-Rot-Grün vorgenommen. Endlich, kann man da nur sagen. Mein Sohn hat in der 2. Klasse jetzt eine (kostenpflichtige) Englisch-AG. Eine Stunde in der Woche. Das ist super und macht ihm Spaß, aber, nun ja, Englisch “lernen” tut man da eher weniger und es ist halt doch etwas anderes als richtiger Unterricht.

Damals, als ich DVDs schaute

Mein kleines Erinnerungs-Tool hat mich darauf hingewiesen, was ich heute vor vier Jahren getwittert habe: Schaue eine DVD, die im Vorspann ausdrücklich das Zeigen auf Bohrinseln ausschließt. Hätte ich für ein ziemliches Randthema gehalten. Also das mit den Bohrinseln finde ich ja immer noch merkwürdig. Wie viele Spezialfälle kann man denn eigentlich so ausschließen? Aber was ich noch viel merkwürdiger finde: vor vier Jahren habe ich DVDs geschaut? Kommt mir vor, als ob das viel länger her ist.

Der wahre Anlagetipp

Vor fünf Jahren habe ich in der MAZ einen Anlagetipp eine Glosse geschrieben, die sich mit der Frage beschäftigt, womit man sein Geld am schnellsten vermehren kann. Interessant, dass sich daran eigentlich nix geändert hat. Also außer an gestiegenen Preisen. soll & haben Der wahre Anlagetipp Andreas Streim hat eine todsichere Investition für grenzenlose Rendite entdeckt Wir befinden uns hier ja auf der Wirtschaftsseite und da soll es heute mal um das große Geld gehen.

Mein Berliner Polit-Quiz

Am 18. September wird in Berlin gewählt. Ich würde mich persönlich als überdurchschnittlich politisch interessierten Menschen bezeichnen und noch dazu als Wechselwähler. Also ideales Terrain für wahlkämpfende Berliner Parteienvertreter. Angesprochen worden bin ich bislang allerdings noch von niemandem, auch über den klassischen Wahlkampfstand bin ich bislang nicht gestolpert. Bleiben die Wahlplakate an Laternenmasten und Plakatwänden. Aber da bekommt man weniger inhaltliche Positionen der Parteien geliefert als eine Anregung für ein ganz persönliches Berliner Polit-Quiz.

Digitales Dänemark

Ich glaube ja, Dänemark wäre ein Eldorado für selbstfahrende Autos. Also vielleicht nicht ganz Dänemark, aber Lolland, da unten, ganz im Süden. Kaum Verkehr, wenig Straßen und irgendwie erinnert ohnehin alles mit seiner Gemütlichkeit an ein Märklin-Modell, in dem irgendjemand vergessen hat, die Bahnstrecke aufzubauen. Und selbstfahrende Autos würden gut zwischen die Windräder passen, denn eins muss man den Dänen schon lassen: sie sind digitaler, als man vielleicht glaubt. Das habe ich im letzten Urlaub gelernt, neben der Fähigkeit, eine Mausefalle zu bedienen.

Frage nicht, was Dein Akku für Dich tun kann...

Der Akku unseres Smartphones bestimmt unser Leben. Man muss der Wahrheit doch mal ins Gesicht gehen: Man kann ohne Kleingeld aus dem Haus gehen. Wenn man den Haustürschlüssel vergessen hat, muss man halt warten, bis der nette Nachbar zurück ist, bei dem der Ersatzschlüssel deponiert ist. Und wenn man mal den Fahrzeugschein vergessen hat und in eine Polizeikontrolle kommt, dann gibt es halt eine Ermahnung. Aber wenn der Akku schlapp macht, hilft nichts mehr.
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